Das Innere unserer Talkirche


Grabstein Engelbrechts von Eppstein-Münzenberg
(gest. 1494), Urenkel Gottfrieds VII.

Es handelt sich um das künstlerisch bedeutendste Grabmal der Talkirche. Sein mutmaßlicher Meister Hans van Düren (Walldürn im Odenwald) hat unter einem reichen Sandstein- baldachin die Gestalt des Knaben Engelbrecht aus Tuff geschaffen.

Sein früher Tod mit höchstens 14 Jahren bedeutete das Ende für die Linie Eppstein-Münzenberg. In dem weich empfundenen Knabenantlitz meint man Trauer darüber und über die irdische Vergänglichkeit zu spüren.

Erst 1908 kam das Grabmal an die jetzige Stelle und wurde restauriert. Das linke Wappen zeigt die eppsteinischen Sparren, den münzenbergischen Balken und die diezischen Löwen. Das rechte neue Wappen ist das der Mutter Engelbrechts; es enthält den silbernen Löwen der Rhein- grafen zu Stein, den goldenen Löwen der Wildgrafen von Daun und die drei goldenen Löwen der Wildgrafen von Kyrburg.



Wandtabernakel

In dem mittelalterlichen Wandtabernakel wurde das Allerheiligste, d.h. Brot und Wein für die Feier des Heiligen Abendmahles, sorgsam aufbewahrt.
Die steinerne Einfassung des Tabernakels wird geschmückt von Zinnenkranz, Ziergiebel, Fialen, Kreuzblumen sowie dem eppsteinischen und münzenbergischen Wappen.